
Darin besteht die Liebe: Das sich zwei Einsame beschützen und berühren und miteinander reden. | Wieviel Freuden werden zertreten, weil die Menschen nur in die Höhe gucken und, was ihnen zu Füßen liegt nicht achten. | |
Rainer Maria Rilke (1875-1926) | Katharina Elisabeth von Goethe (1731-1808) | |
Toleranz: Die Fehler des anderen entschuldigen. Takt: Sie gar nicht erst bemerken. | Klage nicht über einen kleinen Schmerz, das Schicksal könnte ihn durch einen größeren heilen. | |
Arthur Schnitzler (1862-1931) | Christian Friedrich Hebbel (1813-1863) | |
Der Schmerz, der uns zugefügt wird, ist nicht die schwerste Last des Lebens. Viel schwerer legt sich eines Tages auf unsere Schultern der Schmerz, den wir den anderen zugefügt haben. | Was es auch Großes und Unsterbliches zu erstreben gibt. Dem Menschen Freude zu machen, ist doch das Beste, was man auf dieser Welt tun kann. | |
Hermann Bang (1857-1912) | Peter Rosegger (1843-1918) | |
Die ewigen Sterne kommen wieder, sobald es finster genug ist. | Verzage nicht, vielleicht ist das Unglück die Quelle deines Glücks. | |
Thomas Carlyle (1795-1881) | Franz Marc Meriander (1880-1916) | |
Es gab noch nie einen guten Krieg oder einen schlechten Frieden. | Man muss sich gegenseitig helfen, das ist ein Naturgesetz. | |
Benjamin Franklin (1706-1790) | Jean de la Fontaine (1621-1695) | |
Die meisten Leute machen sich blos durch übertriebene Forderungen an das Schicksal unzufrieden. | Wenn man nicht aufhören will, die Menschen zu lieben, muss man ihnen Gutes tun. | |
Wilhelm Freiherr von Humboldt (1767-1835) | Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) | |
Freund in der Not will nicht viel heißen. Hilfreich möchte sich mancher erweisen. Aber die neidlos dein Glück dir gönnen, sie darfst du wahrlich Freunde nennen. | Die großen Taten der Menschen sind nicht die, welche lärmen. Das Große geschieht so schlicht wie das Rieseln des Wassers, das Fließen der Luft, das Wachsen des Getreides. | |
Paul Heyse (1830-1914) | Adalbert Stifter (1805-1868) | |
Wenn man einen Riesen sieht, so untersuche man erst den Stand der Sonne und gebe acht, ob es nicht der Schatten eines Pygmäen ist. | Sich anderer Schande angelegen sein lassen, ist ein Zeichen, daß man selbst schon keinen fleckenlosen Ruf mehr hat. | |
Novalis (1772-1801) | Baltasar Gracian (1601-1658) | |
Fremde Sünden sieht man vor sich, die eigenen hat man hinter dem Rücken. | Der Mensch muß sich in die Natur schicken; aber er will, daß sie sich in ihn schicken soll. | |
Leo Tolstoi (1828-1910) | Immanuel Kant (1724-1804) | |
Hast Du eine Herzenswunde, so berühre sie so wenig wie ein krankes Auge. Gegen Schmerzen der Seele gibt es nur zwei Arzneimittel: Hoffnung und Geduld. | Der Egoismus haßt das Allgemeine, er reißt den Menschen von der Menschheit los, versetzt ihn in eine Ausnahmeposition, ihm ist alles fremd, außer der eigenen Persönlichkeit. | |
Pythagoras (ca. 580/570-500 v. Chr.) | Alexander Iwanowitsch Herzen (1812-1870) | |
Die Menschen steifen sich darauf, daß jeder um sie herum Unrecht habe; meine Meinung jedoch ist, daß jeder in der Welt recht hat. Keiner mehr und keiner minder als der andere. | Gefühl und Vernunft sind die Sonne und der Mond am moralischen Firmament. Immer nur in der heißen Sonne würden wir verbrennen, immer nur im kühlen Mond würden wir erstarren. | |
Wilhelm Raabe (1831-1910) | Friedrich Maximilan Klinger (1752-1831) | |
Das Vertrauen ist eine zarte Pflanze. Ist es zerstört, so kommt es sobald nicht wieder. | Jeder Mensch trägt einen Zauber im Gesicht: irgendeinem gefällt er. | |
Otto von Bismarck (1815-1898) | Christian Friedrich Hebbel (1813-1863) |