Eine Wandlung . . .
. . in meinem jetzigen Leben,
hat sich von Heut auf Morgen ergeben,
einerseits ist das alles irgendwie - wunderschön!
Andererseits - ich kann mich selbst nicht mehr verstehn . . .
***
. . mein Schulfreund - das war bereits vor 30 Jahren,
wir lernten uns kennen und hingen uns auch in den Haaren,
wir stellten bald fest das wir zwei gleiche Nieten sind,
es wurde eine Gemeinschaft - wir setzten Segel in den Wind . . .
. . ausgeklügelte Bosheiten gab es beinah jeden Tag,
zugegeben - manche Streiche waren wirklich etwas zu hart,
die Lehrer waren bereits am Ende mit den Nerven,
sie wollten uns beide sogar aus der Schule werfen . . .
. . unsere Wege haben sich dann beruflich getrennt,
ein jeder schlug seinen Weg ein - wer das kennt?
Es wurde still, bis unsere Lehrzeiten wieder aus,
danach zog jeder wieder zurück - hier nach Haus . . .
. . wir konnten unsere Freundschaft wieder pflegen,
Gemeinsame Sache! - Ohne lang zu überlegen,
wir gründeten eine Firma - es ging bald bergauf,
und die Jahre nahmen einen erfolgreichen Verlauf . . .
. . Freundinnen wurden gefunden - mit der Zeit,
irgendwann waren sogar zwei zum Heiraten bereit,
eine Doppelhochzeit und auch gleiche Reise,
wir feierten ALLES - auf gemeinschaftliche Weise . . .
. . die Jahre vergingen - das Büro war immer in seinem Haus,
damals wie jetzt ging ich immer schon täglich ein und aus,
eine Gemeinschaft - es gab NIE etwas auszusetzen,
auch unsere Frauen waren sich einig - es gab nie ein Verletzen . . .
. . je ein Kind entstanden - auch das hat gepasst,
jeder sein Eigen - die Frau des anderen NICHT angefasst!
Zwei glückliche Paare - so wäre es am besten zu beschreiben,
es gab überhaupt keine Streitereien - wir konnten uns leiden . . .
***
. . gestern Abend hat ich wieder bis spät im Büro zu tun,
wer es weiß - bei Selbstständigen kann die Zeit nicht ruhn!
Er ist geschäftlich im Ausland unterwegs - wie so oft,
ist doch klar, das ein jeder auf weitere Aufträge hofft . . .
. . um 23 Uhr kam seine Frau und lud mich ein,
das geschah des öfteren - ich sagte nur: "Fein!"
sie machte mir immer wieder eine gute Jause,
irgendwie - wir sind eine Familie - ich gehör zum Hause . . .
. . eine Flasche Wein wurde geöffnet - nach dem Bier,
"Ein schwerer Tag war heute - ich bleib noch etwas hier!"
eine zweite Flasche Wein war dann auch noch drin,
wir sprachen über Kosten der Firma und deren Gewinn . . .
. . bis dann . . . ich weiß nicht mehr recht, was dann geschah,
wir waren uns plötzlich - so UNHEIMLICH nah!
Schuld bin ICH - auch SIE - auch die dritte Flasche Wein!
Soll ich - als Freund des Hauses - nun auch der Hausfreund sein?
Verfasst, in Liebe mit Herz
copyright © 2002 by tumleh