![]() Engel der Nacht Auf den Schwingen der Nacht enfliehst Du meinen Gedanken. Meine Seele zehrt von Erinnerungen an längst vergangene Zeiten. Die Nacht scheint undurchdringlich ohne Dich. Du warst das entfernte Licht das mich glauben ließ einen Weg zu finden, einem Pfad zu folgen, ohne zu wissen wo er endet. Die Dunkelheit labt sich an meinen tiefen Wunden, die längst verheilt, doch bei Einbruch der Nacht brennen sie, Narben die man dem Einblick der Welt vorenthält, Makel auf reinem Herzen. Trotz allen Schmerzens möchte man sie niemals missen. Der Schmerz von heute nur eine Erinnerung an vergangene Qualen? Die Zeit lässt mich nicht vergessen, Und doch, dieses kurze berühren der Seelen, dieser seltene, kostbare Moment für den es zu leben lohnt. Verflogen, gefangen, niemals befreit von der Last des Verlustes. Ewig auf der Suche nach Erfüllung, welche in diesem einzigen Augenblick zu finden man erhofft. Ihn zu greifen und zu bewahren ewiglich. Ihn behütend über alle Abgründe zu leiten, einem das wichtigste zu sein scheint. Sich niemals seiner sicher zu sein. Ist es das was Du willst? Wo bist Du mein Engel der Nacht? Niemand mag mein klagen zu vernehmen, nur Du. Doch zu wissen das Dein Licht zu täuschen sucht, lässt mich verstummen. So streif ich, keinem Pfad folgend durch die Finsternis und suche, mein eigenes Licht vor mir hertragend nach der Hoffnung. copyright © by Martin Josten eingeschickt am 9. Dezember 2002 |