Scherben

Du bist erst seit kurzem weg,
doch für mich schon lang genug.
Würde dir gern all meine Gedanken erzähl´n,
doch dazu fehlt mir ausreichend Mut.
Du bist wie Sand in meinen Händen,
langsam rinnst du hindurch.
Ich verliebe mich stetig ein Stück mehr,
doch mir sind die Hände gebunden.
Deine Nähe ist so weit fern von mir,
hilflos sitze ich so weit weg hier.
Vermisse deine Lippen auf meinen,
jeder Gedanke ist nur bei dir.
Meine Sehnsucht nach dir ist grenzenlos,
doch du bist so unerreichbar.
Tränen füllen meine leeren Augen,
mein Herz liegt in Scherben auf meinem Schoß.
Es ist eines Tages in tausend Stücke zerbrochen,
weil ich Angst hatte dich zu verlieren.
Heute ist es unheilbar zersplittert,
ich hab begriffen: ich hab dich längst verloren.

Widmung
an C. H.

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eingeschickt am 20. September 2003