Ausgeliebt

Dein Schatten, er steht stets an meiner Seite,
ein ständiger Begleiter,
ungliebt, verachtet, treibt er Deinen Stachel
durch mein Herz.
Durch den Rest meines Lebens,
durch meine Träume wird er mich jagen.
Gelähmt durch Dein Gift, unfähig zu lieben,
die Hoffnung schon mit Deinem Verlust verloren,
treib ich auf dem langen Fluß des Lebens in die
Unendlichkeit meines Daseins.

Viele Seelen kreuzten seither meinen Weg,
streckten ihre Hände aus,
versprachen mir Erlösung,
zu retten mich und mein Herz
Doch es ist gebrandmarkt
mit Deinem Siegel verziert.

Mein Geist sieht, fühlt, doch unfähig
ist er allein zu lieben,
mit einem Herzen das still steht,
nur schlagend wenn das alte Feuer es erweckt,
Deine Nähe es berührt.
Deine Schuld ist es nie gewesen,
den Stachel stieß ich mir selbst ins Herz,
zu treffen Deine Liebe schon vor Ewigkeiten.
Verfehlt hab ich sie und verfiel
dem Leid Dich zu verlieren.

So empfang ich nun viel Liebe,
doch spüren kann ich sie nicht,
mit meinem Herzen, das nur sehnsüchtig
und blind wartet auf Dich.
Die Augen wend ich ab,
schuldig blick ich zu Boden,
wenn mein Herz wird
von jemand anderem berührt.

Würd ich doch neu geboren,
mit einem Herzen, frei von jeder Schuld,
eine zweite Chance, doch sie bleibt mir verwehrt.

So muss ich nun leben mit diesem Herzen,
lernen neu zu lieben,
es zu überzeugen das die Liebe
muss erwiedert werden,
zwei Herzen in einem Takt schlagen können.

copyright © by Martin Josten
eingeschickt am 5. Juli 2002