29. Dezember 2006


Chronologie (m)einer Liebe


Vielleicht verstehst Du mich jetzt
(Chronologie einer Liebe..1982-2006)

Angefangen hat das ganze mit Blicken, simplen Blicken die mir durch Mark und Bein gingen, es waren Deine Blicke im SZT Konsum in S.J., wenn Du mich über die Regale hindurch fixiert hast. Dann kam die Veranstaltung der CA und Du saßest neben mir, unsere Beine berührten sich und es war wie ein Stromschlag, der durch mich zog, du brachtest mich nach Hause und schon da war es um mich geschehen. Ich verliebte mich Hals über Kopf in dich. Dein altes Auto war der Moment, wo wir ins Du übergingen und von da an gab es nur mehr dich. Jeden Moment kostete ich aus, wenn ich für dich schreiben durfte, wenn du bei mir warst. Ich hatte damals eine sehr gute Freundin, ihr Verlobter kam um tragische Art und Weise  ums Leben, ein Mann der mir, mit ihr zusammen, über meine Scheidung hinweggeholfen hat, der wie ein großer Bruder zu mir stand. Ich lag am Vorabend seines Todes in dem Zimmer, wo er verunglückt war, sah noch die Blutspritzer auf den Wänden und versuchte für meine Freundin da zu sein, ihr zu helfen. Am nächsten Tag war er tot.
Sie kam wieder nach S.J. und ich nahm mich ihrer an, versuchte zu trösten wo es ging, erzählte ihr von meiner großen Liebe, nämlich von Dir, und nahm sie überall mit. Da begegnete sie dir.

Ich war zu dumm, um zu merken, dass sie es war, die eine Abkühlung hereinbrachte, ich litt und irgendwann war ich des Leidens satt und wir sahen uns nicht mehr. Das war der Sommer wo ich beschloss von S.J. fort zu gehen, weg aus dem Ort, wo ich jedes mal Angst hatte, dich zu sehen, weil ich dich nicht mehr haben durfte, konnte. Ich zog nach K., meine beste Freundin war darüber traurig und wir telefonierten stundenlang am Abend und eines Abends sagte sie mir, im „Weibergetratsche“, dass sie jetzt auch jemanden hätte und wie schön es sei. Sie sagte nie einen Namen, sie besuchte mich in S, aber sie erwähnte nie, wer es sei , aber sie schwärmte. Ich verliebte mich so halbherzig in deinen Abklatsch, eine Kopie, aber nicht das Original. Dann plötzlich tauchtest du wieder in K. auf, wir schliefen miteinander und du fuhrst wieder heim. Wunde wieder offen ...Kopie entlassen!! Irgendwann erfuhr ich, dass du dich scheiden gelassen hast, ich schrieb dir einen Brief indem ich dir alles Gute wünschte und nur bedauerte dass ich nicht der Scheidungsgrund war. Ich fuhr in dieser Zeit mal nach Salzburg zu einem künstl. Treffen freute mich darauf, meine Freundin zu sehen und wollte mit ihr sogar dort übernachten, aber sie war sehr kühl und erzählte mir nur, dass ihr Freund sie abholt und sie keine Zeit für mich hätte und wie glücklich sie sei. Dann, riss unser Kontakt ab, ich verstand nicht warum sie sich so verhielt, aber, na ja, aus dem Auge aus dem Sinn!

Irgendwann, nachdem ich dich einfach im Herzen verschlossen hatte und nicht mehr so oft an dich dachte, obwohl mir immer wieder Kopien über den Weg liefen, erfuhr ich, wer der Glückliche meiner Freundin war und mich traf es wie ein Keulenschlag. Der Verrat meiner Freundin tat mir so unendlich weh, die Demütigung, die ich fühlte weil ich dir noch einen langen Brief damals schrieb, ich kam mir soo unendlich blöd vor. Nicht einmal dein Verhalten traf mich so, es war das Verhalten meiner Freundin, denn sie wusste ja die ganze Zeit, von wem ich sprach und hat sich wahrscheinlich ins Fäustchen gelacht oder mich einfach belächelt. Dann, wie es so sein sollte, erfuhr ich über die CA wann und wo ihr heiratet. Das war ein Dolchstoß!! Und in diesem Moment schaltete sich alles aus und ich sah rot. Nicht dich wollte ich treffen, sondern meine Freundin, die mich so schmählichst hintergangen hat, die mir freudestrahlend von Dir erzählte (wobei ich ja nicht wusste von wem sie sprach). Währenddessen ich ihr immer wieder erzählte wie ich unter unserer Trennung litt, wie ich immer wieder nach Kopien suchte und das Original nicht haben konnte. Es war sie, die ich treffen wollte, sie, die meine Aufrichtigkeit ausnützte und mich so hintergangen hat.

Oft wurde ich von meiner Freundin hier gefragt, warum bist du nur auf sie zornig, warum nicht auch auf ihn, er  war doch auch daran beteiligt? Meine Antwort war immer, ihm konnte ich verzeihen, denn ihn liebe ich mit jeder Faser meines Herzens.

Nach Absenden des Briefes fühlte ich mich zwar im Moment besser, aber dann tat es mir leid, unendlich leid , aber es war geschehen, schon am Tag eurer Hochzeit  war ich unglücklich darüber, was ich getan hatte. Ich nahm das Bild von A. ich habe es immer noch und sprach mit ihm, ich erhoffte mir bei Ihm Verständnis zu finden, warum ich so gehandelt habe.

Ich war nur mehr traurig, unendlich traurig. Ein Jahr später, der besagte Brief in meinen Postkasten mit Rose, und den Worten „wir sind immer noch glücklich“!

Wunde wieder offen, es war für mich wie ein Psychoterror.
Ich mied S.J. wo es nur ging und hatte jedes mal Klumpen im Magen, wenn meine Omi mir deine Zeitung vorhielt, dein Bild zeigte und von Dir in höchsten Tönen sprach.
So vergingen die Jahre, und dann saßt du im Cafe wieder plötzlich neben mir. Das war der Moment, wo es mir die Sprache verschlug, wo ich nur dämliches Zeug sprach und innerlich zitterte wie Espenlaub. Beim nach Hause fahren, spielte es das Lied“ Du entschuldige i kenn di“ und ich schaltete die Scheibenwischer ein, aber es waren meine Tränen die alles nass machten. Ich wusste einfach, ich muss dich vergessen sonst gehe ich zu Grunde. Eine neue Kopie trat in mein Leben, der einfühlsamste, liebevollste Mann, der mich vergötterte, mein Italiener... und dann riefst du an und standest wieder vor mir. Du wolltest  wegen der einen Zeitung was wissen und wegen meiner Arbeit in der Medienbranche. Ich dachte, ich hätte dich übertaucht ..denkste ...ich schrieb dir das SMS.. “.i tat mi trauen“ und du schriebst zurück „ i mi a.“ ( Hatte dieses SMS lange, sehr lange in meinem Handy gespeichert).

Aber  du wolltest kein SMS mehr (erinnert mich an was), und ich versuchte nun schlussendlich einen Strich zu ziehen. Zuerst einen Strich hinter der Kopie. Ich wusste, ich würde diesen Mann so verletzten, wie ich verletzt geworden bin, aber ich bekam die Panik als er von Heirat sprach, und ich wollte keine Kopie mehr! Es gelang mir, dich und alle Kopien zu verbannen. So gut, dass ich, als ich im Jahr 2004  Anfang Juni von einer Kartenlegerin erfuhr, dass ein Mann, die große Liebe meines Lebens, wieder in mein Leben treten wird und sie ihn sogar bildlich beschrieb. Ich wusste nicht von wem sie sprach, ich habe dich verdrängt, im tiefsten Winkel meines Herzens, meiner Seele, habe ich dich vergraben. Du hast mir weh getan (unbewusst), so weh, dass ich mich selbst schützen musste. Und dann standest Du tatsächlich vor mir und.....
Tja und den Rest weißt du ja... Nun bin ich wieder genau dort, wo ich immer schon war, liebe dich, und benüge mich, wie schon erwähnt, mit den Krümeln deines Lebenstisches...
Ich werde dir sicher nie weh tun oder bewusst schaden wollen, ich habe keinen Hass mehr, ich habe nur mehr Liebe und wenn ich sage, dass mir meine ehemalige beste Freundin „wurscht“ egal ist, so stimmt das. Ich habe sie in Liebe los gelassen, ich bin ihr irgendwie sogar dankbar, denn ich glaube wir wären schon lange nicht mehr zusammen, wenn es damals geklappt hätte. So darf ich dich jetzt spüren, fühlen und lieben.

Ich frage mich nur, warum das alles so geschehen musste, warum bist Du auch immer wieder gekommen, denn  eigentlich hast ja Du immer wieder den Kontakt gesucht, was hält uns all die Jahre aneinander so gebunden? Schicksal-Magie...oder ist es wirklich schlicht und  einfach LIEBE?
Ich habe nur eine Bitte...tu mir nicht weh ...nie mehr wieder!!! Ich könnte es nicht mehr ertragen.


Ich liebe Dich