9. August 2004


Liebe Renate,

Wie soll ich nur ohne Dich leben? Wie soll ich ohne Dein Lachen, Deine liebevolle Art, Deine Anwesenheit und Deine Liebe Tag für Tag weitermachen?
Wie kann nur so ein widerlicher Kerl, der Dir das Leben nahm, wie kann so einer weiterleben, während Dein Leben an jenem 26. August 2003 frühmorgens endete?

Warum?
Warum habe ich Dich nicht in ein Gespräch verwickelt, bevor Du abgefahren und verunglückt bist? Warum habe ich nicht Deine Abfahrt ein wenig verzögert, Dich noch einmal umarmt und und und. Ich  hätte Dich noch einmal in meine Arme genommen, Dir übers Gesicht gestreichelt, ein paar widerspenstige Haare aus den Augen getan und Dir gesagt, wie sehr ich Dich liebe!

Du, die Frau, mit der ich nur 5 wundervolle Jahre verbringen durfte, Du die lebenslustige und liebenswerte Frau, Du, mein Leben. Dein Weg war an jenem Dienstag um 5 Minuten nach 5 Uhr schon nach wenigen Kilometern zuende. Dein Weg in die Arbeit, Dein Weg mit mir, Dein Weg auf der Welt.

Mit Dir starben meine Gefühle, ich bin nur noch leer, völlig leer und hohl. Mein Herz wurde herausgerissen, und doch, es schlägt, es schlägt nur für Dich und nur wegen Dir. Denn mit jedem Pulsschlag wird die Spanne kürzer, an dem ich Dich wiedersehe, an einem anderen Ort, in einer anderen Welt, mit der gleichen - oder noch größeren Liebe, wie sie schon immer zwischen uns war. Vielleicht dürfen wir dann dort unsere gemeinsamen Träume erleben, durchleben, gemeinsam weinen und lachen, einfach leben.

Wie auch immer, ich sehne mich nach dem Tag, an dem ich durch´s Licht schreite, und Du am anderen Ende stehst und mich erwartest. Die Zeit sie heilt keine Wunden. Nichts und Niemand kann heilen, was Dein plötzlicher und unverschuldeter Tod in meinem Herzen hinterlassen hat.

An jedem Tag sind meine Gedanken bei Dir, schon früh morgens, mittags, abends, nachts, immer verzehre ich mich nach Dir. Mein erster und mein letzter Gedanke geht an Dich, meine geliebte Zuckerschnecke.

Ich werde Dich immer lieben, und nie vergessen, auf ewig in meinem Herzen bewahren und auf das nächste bessere Leben hoffen.


Erwin