Sommermorgen
Alte Seelen flüstern leise,
still und sanft vom Jenseits her,
fällt goldner Schnee auf dieser Reise,
liegt der Himmel geflutet unterm Meer.
Himmelsterne, fern von allen Zeichen,
rot, und blau, und sanft und gut,
soll der Engelsatem nur den Träumen weichen,
stirbt das Herz in brennender Feuersglut.
Doch der Tag kennt keine Gnade,
kennt nur Trauer, Leid und Sonnenschein,
vergessen treue Liebesschwüre,
du gehörst nur dir und bist nicht mein.
Ein Ende scheint vergebens,
unnahbar und doch nicht weit,
so wird der Himmel bis zum Ende meines Lebens,
gefangen in dem großen, schwarzen Meer der Zeit . . .
copyright © by Christopher Tafeit