"Unwissenheit ist meist unwissenbare Unwissenheit. Wir wissen nicht weil wir nicht wissen wollen." Angetrieben und fasziniert von dieser philosophischen Feststellung von Marie von Ebner-Eschenbach begann vor ca. 6 Jahren mein Interesse, und man kann es nicht anders sagen, Liebe zur "Literatur". Es würde sich natürlich hier wieder stundenlang diskutieren lassen, was man nun eigentlich unter Literatur versteht. Für mich liegt der Sinn vor alledem nicht darin, mit Texten explizit nur in eine bestimmte, vorurteilshafte Richtung zu gehen. Vielmehr sollte jeder Leser meiner Texte, unterstützt von einer Vielzahl von Metaphern, maximal auf bestimmte Interpretationsmöglichkeiten aufmerksam gemacht und zum individuellen Nachdenken angeregt werden. Es bringt meiner Meinung nach absolut nichts, vorgedachte Meinungen aufzusaugen, sondern der eigentliche Sinn von Lyrik ist erst dann erfüllt, wenn man sich selbst damit befasst (und wenn es nur wenige Minuten sind) und sich durch den typischen "Aha-Effekt" selbst mit der Thematik des Gedichts identifizieren kann.
Noch einige persönliche Details: geboren am 9. Juni 1984 in der wunderschönen Steiermark (für alle die es nicht wissen, das liegt in Österreich *g*).Hauptberuflich studiere ich an der Uni Graz, langfristig gesehen hoffe ich aber doch irgendwann von der "Schreiberei" leben zu lassen. Wenn ich nicht gerade einen neuen Rekord im Kaffeehaus-Sitzen aufstelle und mich als Karateguru oder Extremmountainbiker versuche, bin ich sicher mit Freunden auf einem Musikfestival oder Rockkonzert zu finden. Aber abgesehen vom "in der Ruhe der Natur zu sich selbst finden" dürfen natürlich auch durchtanzte Partywochenenden niemals fehlen. Alles in allem bin ich aber ein hoffnungsloser Romantiker, der vielleicht zu oft, über den (Un)Sinn des Lebens sinniert während er sich auf der ständigen Jagd nach der "positiven Melancholie" befindet. Christopher Tafeit |